„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
Albert Einstein
BigWiL Bürgerinitiative gegen Windkraft in Lautenbach und am Höcherberg

Ausgleichsmaßnahmen ?

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Ausgleichsmaßnahmen. Zerstören, um Zerstörungen zu kompensieren.

Ein Kommentar von “Widofnir Mimameid” aus der Gruppe “Naturschutz im Wald”

Zu Ausgleichsmaßnahmen kommt es, wenn nicht vermeidbare Eingriffe in der Natur (in diesem Fall die Kahlschläge für das Windindustriegebiet am

Höcherberg) durch Maßnahmen des Naturschutzes ausgeglichen werden sollen.

Laut Wikipedia "das bedeutendste Instrument zur Durchsetzung von Belangen des Naturschutzes, das in der „Normal-Landschaft“ greift, also auch

außerhalb naturschutzrechtlich gesicherter Gebiete. Grundidee ist ein generelles Verschlechterungsverbot für Natur und Landschaft."

Das Problem, Grund und Boden sind nicht vermehrbar. Wir haben keine brachliegenden Flächen, die man dem Naturschutz zur Verfügung stellen könnte.

Woher kommen dann die Flächen für Ausgleichsmaßnahmen?

Bei der hier betroffenen Feilbachaue Nähe Oberbexbach handelt es sich von der Fläche her laut Geoportal Saarland um ein Landschaftsschutzgebiet, um

geschütze Biotope und FFH-Lebensraumtypen. Vor Beginn der Ausgleichsmaßnahme fand man hier neben einem alten Schwarzerlenbestand am Feilbach

auch Mischwald mit mehreren Nadelholzschonungen dazwischen. Diese vornehmlich aus Fichten bestehenden Baumgruppen bestanden aus mittelalten

bis alten, gesunden Bäumen, sie fügten sich gut in das landschaftlich sehr reizvolle Tal ein. Aber nun musste Fläche her um die Naturzerstörung am

Höcherberg gem. der Vorgaben zu kompensieren. Was tut man also? Man fällt fast den kompletten Nadelholzbestand, alles zeitgleich und pflanzt auf den

gewonnenen Flächen fadendünne Laubbaumsetzlinge. Eine Win-Win-Win-Situation. Saarforst kann jede Menge zusätzliches Holz ernten, die lästige

Ausgleichsmaßnahme ist vom Tisch, der laufende Waldumbau von Nadelholz zu Laubholz wird vorangetrieben. Und die Bevölkerung ist beruhigt, denn

schließlich wird für den Kahlschlag am Höcherberg laut Papier ja etwas Gutes getan.

Viele Gewinner, nur die Natur nicht. Man zerstört, um Zerstörungen auszugleichen. Willkommen in Absurdistan. Ich schlage vor, dass künfig Bananen

statt Buchen gesetzt werden, das passt dann wenigstens zu der Republik, in der wir leben.

Ganz zu schweigen von der Qualität künstlich gesetzter Bäume. Viele gehen ein, der Rest ist krankheitsanfällig und nie so standfest wie ein natürlich

gewachsener Baum. Laut Saarforsts eigener Richtlinie haben künstliche Pflanzungen eigentlich zu unterbleiben, angestrebt ist die natürliche

Naturverjüngung durch die Natur selbst.

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